Kurz gesagt: Die IPPC-Kennzeichnung zeigt, dass das Holz einer Palette nach dem internationalen Standard ISPM 15 gegen Schädlinge behandelt wurde. Das Zeichen enthält das IPPC-Symbol, den Ländercode, die Registriernummer des Betriebs und den Behandlungscode: HT für Hitzebehandlung, MB für Methylbromid. Für den Export in viele Länder ist die Kennzeichnung Pflicht. Neue Euro-Paletten von Dynamex in Ossingen tragen das IPPC-Zeichen.
Auf fast jeder Holzpalette findet sich ein eingebranntes Zeichen mit einer Ähre, zwei Buchstaben und einer Nummer. Es entscheidet darüber, ob die Palette eine Grenze passieren darf, ob sie sich für Lebensmittel eignet und ob sie in ein Hochbeet gehört. Dieser Beitrag erklärt, was das IPPC-Zeichen bedeutet, wie Sie es lesen und wann es Pflicht ist.
Was die IPPC-Kennzeichnung auf einer Palette bedeutet
Die IPPC-Kennzeichnung bestätigt, dass das Holz einer Palette nach dem Standard ISPM 15 behandelt wurde und keine lebenden Holzschädlinge über Grenzen verschleppt. IPPC steht für das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen, ISPM 15 für dessen Standard zu Holzverpackungen im internationalen Handel. Das Zeichen gilt für Paletten, Kisten, Holzrahmen und Stauholz aus Vollholz.

Der Standard verlangt, dass Vollholz vor dem Export behandelt und mit dem einheitlichen Zeichen versehen wird. Ohne dieses Zeichen können Sendungen an der Grenze zurückgewiesen, behandelt oder vernichtet werden. In der Schweiz ist der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst für die Umsetzung zuständig; die Registriernummer im Zeichen vergibt die jeweilige nationale Pflanzenschutzbehörde.

So lesen Sie das IPPC-Zeichen
Ein IPPC-Zeichen besteht aus vier Elementen: dem Ährensymbol, dem zweistelligen Ländercode nach ISO, der Registriernummer des Behandlungs- oder Herstellbetriebs und dem Behandlungscode. Bei Euro-Paletten sitzt das Zeichen auf den Mittelklötzen der Längsseiten. Ein Beispiel: CH-0000 HT (Nummer frei gewählt) bedeutet, dass ein Betrieb in der Schweiz das Holz hitzebehandelt hat.
| Element | Bedeutung | Beispiel |
| Ährensymbol | Zeichen des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens (IPPC) | Symbol links im Rahmen |
| Ländercode | Land, in dem die Behandlung erfolgte (ISO-Code, zwei Buchstaben) | CH, DE, PL |
| Registriernummer | Nummer des Betriebs, vergeben von der nationalen Pflanzenschutzbehörde | 0000 (Beispiel) |
| Behandlungscode | Art der Behandlung | HT, MB, DH |
Bei Euro-Paletten nach EPAL-Norm kommt das EPAL-Zeichen auf den Eckklötzen hinzu. Beide Zeichen müssen lesbar sein, damit die Palette tauschfähig und exportfähig bleibt.
HT oder MB: der Unterschied bei der Behandlung
HT steht für Hitzebehandlung, MB für eine Begasung mit Methylbromid. Bei der Hitzebehandlung wird das Holz bis in den Kern erwärmt; sie ist rückstandsfrei und heute die Regel. Methylbromid ist ein Gas, das in Europa für diesen Zweck nicht mehr zugelassen ist. EPAL lässt für Euro-Paletten ausschliesslich HT zu.
Der Code DH steht für dielektrische Erwärmung, ein weiteres zugelassenes Verfahren mit Hitze. Für die Praxis heisst das: Ein HT- oder DH-Zeichen bedeutet unbehandeltes Holz im Sinne von «ohne Chemie». Ein MB-Zeichen bedeutet begastes Holz – solche Paletten gehören weder in die Lebensmittellogistik ohne Schutzverpackung noch in ein Hochbeet aus Paletten.
Wann eine IPPC-Palette Pflicht ist
Die IPPC-Kennzeichnung ist Pflicht, sobald Holzverpackung eine Grenze in ein Land überschreitet, das ISPM 15 anwendet – das sind die meisten Handelspartner der Schweiz ausserhalb Europas. Für den Warenverkehr zwischen der Schweiz und der EU gelten vereinfachte Regeln. Innerhalb der Schweiz braucht es kein IPPC-Zeichen. Auch Kunststoffpaletten brauchen keine IPPC-Kennzeichnung: ISPM 15 gilt nur für Verpackungsholz.
Massgebend ist immer das Zielland. Klären Sie vor dem Versand mit dem Spediteur oder dem Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst, ob die Kennzeichnung verlangt wird. Wer regelmässig exportiert, fährt am sichersten mit Paletten, die das Zeichen von Anfang an tragen: die Euro-Palette neu IPPC, die CP3-Palette IPPC 1140 x 1140 mm für die Chemieindustrie oder die leichten Einwegpaletten für Sendungen ohne Rückführung. Masse, Gewichte und Einsatz beider Formate erklären die Beiträge zur CP3-Palette und zur Einwegpalette. Kunststoffpaletten fallen nicht unter ISPM 15.
Export-Checkliste:
- Zielland prüft ISPM 15? → nur Paletten mit lesbarem IPPC-Zeichen verladen
- Behandlungscode HT oder DH, kein MB
- Zeichen auf beiden Längsseiten vorhanden und lesbar
- Bei reparierten Paletten: Kennzeichnung nach der Reparatur prüfen (nächster Abschnitt)
- Bei Zweifel: Neu-Paletten mit IPPC-Zeichen einsetzen
IPPC bei reparierten und gebrauchten Paletten
Bei reparierten und gebrauchten Paletten ist das IPPC-Zeichen nur gültig, wenn auch das Reparaturholz behandelt wurde und die Reparatur nach ISPM 15 erfolgte. Andernfalls muss das alte Zeichen unkenntlich gemacht werden. Für den Inlandverkehr spielt das keine Rolle; für den Export prüfen Sie jede Occasion-Palette einzeln.

Dynamex sortiert und repariert Euro-Paletten in Ossingen nach EPAL-Norm (Palettenreparatur). Für Occasion-Paletten der 1. Qualität und 2. Qualität kann Dynamex den IPPC-Status nicht garantieren; sie eignen sich für Lager, Inlandtransport und Palettentausch in Europa. Für den Export ausserhalb Europas empfiehlt sich die Europalette 1200 x 800 mm mit der Bezeichnung «EUR-Palette neu IPPC» oder eine neue Einwegpalette.


Die neue Europalette ist unbenutzt, nach ISPM 15 wärmebehandelt und trägt die IPPC-Kennzeichnung – damit eignet sie sich für Lager, Transport und Export gleichermassen. Im Standardformat 1200 x 800 x 144 mm trägt sie 2000 kg und im Regal 1000 kg, bei 20 kg Eigengewicht. Für Mengen ab 120 Stück erhalten Sie eine individuelle Offerte.



